2019

Wanderung im Norden Hamburgs am 8.9.2019

Wie wäre es mal mit einer Wanderung im Norden Hamburgs?

Dieser Vorschlag wurde nach sorgfältiger Planung durch Manfred Schuler und Verena von Hacht an einem Sonntag im September 2019 in die Tat umgesetzt. Unter Verenas kundiger Führung – sie kennt sich in der Gegend bestens aus - machte sich eine Gruppe von 14 Wanderern vom Bahnhof Ohlstedt aus auf den Weg. Zunächst ging es durch den Wohldorfer Wald Richtung Norden. Bei wunderbarem Spätsommerwetter entledigte man sich schon bald der wärmenden Jacken und genoss den Sonnenschein. Hin und wieder gab es interessante Informationen, sei es durch Verena oder durch Informationstafeln am Wegesrand: Das Naturschutzgebiet Wohldorfer Wald ist mit 364 ha das größte zusammenhängende Waldgebiet Hamburgs, wovon ein großer Teil seit 1980 unter Naturschutz steht. Seine Höhen sind eine Endmoräne der Weichsel-Vereisung und die Landschaft ist von Flüssen und Gewässern durchzogen, die sie in viele unterschiedliche Lebensräume gliedert. Ist man hier zu Fuß unterwegs, kann man wirklich ursprüngliche Natur genießen. Vorbei ging es am Alten Kupferhof mit der Kupfermühle, wo bis Ende des 19. Jahrhunderts auch eine industrielle Baumwollweberei betrieben wurde. Noch heute steht dort ein ehemaliges Wohnhaus für die Arbeiterfamilien, der „lange Jammer“. Nach einer Weile führte der Weg in das Naturschutzgebiet Duvenstedter Brook. Auch hier teilweise urwaldartige Pflanzenwelt, verwunschene Teiche, Wildfrüchte als bunte Tupfer im satten Grün …

Fast bedauerte man es, als irgendwann wieder die Zivilisation „zuschlug“, zuerst in Gestalt des NABU-Hauses, das allerdings interessante Informationen bereithielt, kurze Zeit später mit dem Gewimmel eines Kunsthandwerkermarktes, dessen Stände durchaus Verlockendes bereit hielten. Leider musste die dort eigentlich geplante Mittagsrast im Restaurant Der Bäcker ausfallen, da alles überfüllt war. Sie wurde kurzerhand ins Landhaus Ohlstedt verlegt, womit nach kurzer Wanderung auch der Ausgangspunkt der Stecke erreicht war. Hier konnte jeder ausgesprochen lecker speisen und seinen Flüssigkeitshaushalt auffüllen. Im angeregten Gespräch ließ man den schönen Ausflug Revue passieren, tauschte Beobachtungen aus und begann schon mit Überlegungen für Möglichkeiten einer nächsten Unternehmung nach dem Motto: Hamburg hat überraschend viel Natur zu bieten – genießen wir sie!

(Text: Birgit Schnackenberg; Bild: Annemarie Kurmann)