Grünkohlfaht nach Bremen

Der traditionelle Bollerwagen mit Spirituosen und Marschverpflegung Warten, was da kommt ...am Bremer Hauptbahnhof ...und los geht es mit dem Bollerwagen Begrüßung durch den zweistündiger Spaziergang zum Hungrig werden... mal die sportlichen Fähigkeiten testen... ..beeindruckend viele Poltikerporträs in der Ständigen Vertretung ..so sieht Grünkohl mit Kassler, Pinkel und ... aus - hmm volle Teller, volle Gläser, was will man mehr! ein Prosit auf die Gemütlichkeit hier läßt es sich gut speisen - in der der

Das dritte Jahr in Folge – das grenzt schon fast an Tradition – dass die Hamburger vom Schweizer Verein „Rütli“ in Bremen zur Kohlfahrt eingeladen werden.
Am Hauptbahnhof in Hamburg herrschte etwas Unruhe, nachdem sich einige Mitglieder nicht an dem vereinbarten Treffpunkt eingefunden haben und so fuhren wir in verschiedenen Abteilen und Wagen mit dem Metronom nach Bremen. Aber die Stimmung der 15 Helvetianer stieg sofort, nachdem Vreni Stebner die kleinen Schnapsgläser am rot-weißen Band verteilte. Auch ohne Inhalt freuten sich alle auf das Wiedersehen in Bremen.
In Bremen stand schon das Empfangskomitee, angeführt vom Kohlkönig Uwe Bitter mit dem gut gefüllten Bollerwagen. Als erstes gab es eine Zwischenverpflegung mit selbstgebackener Züpfe, Käse und Wurst und dann aber gleich den ersten „Sauren“.
In diesem Jahr ging es an der anderen Seite der Wallanlagen entlang und schon bald forderte uns der Kohlkönig zum ersten Spielchen auf: Nicht Kegeln, nicht bowlen und auch nicht boseln war angesagt, nein wir sollten mit einer Kartoffel, die an einer Schnur um den Bauch gebunden wurde, eine andere Kartoffel in einen vorgezeichneten Ring „schleudern“.
Wer meint, dass sowas ganz einfach ist, möchte dies gerne mal ausprobieren. Die Kartoffeln sind nämlich im Gegensatz zu den anderen Bräuchen nicht „schön rund“. Die Lachmuskeln hatten einiges zu verkraften und mussten mit Glühwein und anderen gehaltvollen Getränken beruhigt werden.
Der Spaziergang führte uns weiter entlang der Schlachte und jeder überlegte, wo wir denn unseren heissgeliebten Grünkohl essen werden. Zwischendurch erzählte der Kohlkönig uns immer mal wieder ein paar nette Geschichten von Bremen wie z.B. was ist die Eiswette? Wie entstand die Faulenstrasse?

Nach 2 ½ Stunden Fussmarsch kehrten wir in die Traditionsgaststätte „Ständige Vertretung“ in der Böttcherstrasse ein. Dort warteten auch schon einige Mitglieder des Bremer Vereins auf uns. Mit dem sehr üppigen „Kohl- und Pinkel-Teller“ schmeckte auch das Kölsch besonders gut und die Stimmung stieg entsprechend. Uwe Bitter hatte das grosse Glück, dass auch mal junge Schweizer an diesem Event teilnahm und erkor den Nachwuchs gleich zum neuen Kohlkönig.
Satt und zufrieden spazierten wir zum Hauptbahnhof zurück. Einige Hamburger verspürten schon wieder „Stalldrang“ und so verloren wir uns leider aus den Augen. Aber angekommen in Hamburg sind sie alle! Dem Bremer Verein, dem Kohlkönig und seiner Frau Cecilia möchten wir für die tolle Organisation nochmals ganz herzlich danken.

 

 

(Text und Bild:V.Stebner)

Zurück