"Polydorus" Opernabend mit dem barockwerk Hamburg

Nach zwei Jahren Abstinenz konnte sich der harte Kern der Liebhaber für Barock Musik im Schweizer Verein sich wieder einem Kunstgenuss von höchster Qualität gönnen. Im pittoresken Lichthof der alten Staatsbibliotek gab es die halbszenische Fassung der Barockoper „Polydorus“ von Carl Heinrich Graun. Dies ist wiederum ein Fund den Konzertdirigentin und Arrangeurin Ira Hochman in der Staatsbibliotek nach fast 287 Jahren wiederentdeckt und zur Aufführung gebracht hat. Die Oper wurde damals für die alte Gänsemarktoper geschrieben, auch in Zusammenarbeit mit dem Operntheater in dem damalig schon berühmten Braunschweig und hatte einen starken Bezug zu griechischen Geschichte und dem immer währenden Konflikt um Troja. Vertauschte Identitäten, geldgierige Könige, mordhungrige Königinnen, Prinzen, die ihre Eltern verachten, alles Bausteine die auch ein Shakespeare-Drama sein könnten. Rund 30 Ausführende, mit alten Barock-Instrumenten, Schauspieler und vor allem hervorragende Sänger machten den Abend zu was ganz Besonderem. Bei all der Tragik des Schauspiels überraschten die vielen wunderbaren, fantasievollen, warmen und harmonisch klingenden Musikstücke. Auch das Hamburger Abendblatt berichtete darüber in einem sehr positiven Artikel und mit einer lobender Kritik zu der Wiederentdeckung diese Stückes. (Bild + Text: A. Martin)

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