Velotour

Für die geplante Velotour im Juni fanden sich am Sonntag, den 23. Juni bei schönstem Sommer-Sonnen-Wetter zehn unternehmungslustige Radler mit ihren Velos am Bahnhof Wedel ein. Unter Hanspeter Raschles kundiger Führung ging es zunächst zur berühmten Schiffsbegrüßungsanlage am Schulauer Fähranleger. Hier konnten wir den neuen Hafen bewundern, der für viel Geld angelegt wurde und eigentlich durch ein großes Hotel ergänzt werden sollte. Da diese Pläne sich aber zerschlagen haben, wird er nun kaum genutzt, und  es konnten nur ein paar dümpelnde Segelboote bewundert werden. Da sich auch kein großes Schiff zur traditionellen Begrüßung oder Verabschiedung durch die Lautsprecher des Schulauer Fährhauses zeigte, machte sich die Gruppe nach einigen „Beweisfotos“ bald wieder auf den Weg. Nach kurzer Fahrt durch den Ort ging es endlich über eine steile Treppe nach unten auf den Elbuferweg. Doch was war das? War nicht Rückenwind versprochen worden? Das war wohl nichts!  Auch wenn 360 Tage im Jahr hier Westwind herrscht, an diesem Tag kam er stramm von Osten, und wer keinen E-Antrieb hatte, also „bio“ fuhr, wie Hanspeter es ausdrückte, musste ganz schön in die Pedale treten. Doch es lohnte sich: der Leuchtturm bei Wittenbergen, die Aussicht auf das zugeschüttete Mühlenberger Loch und den Airbus-Flugplatz sowie die Schiffswracks am Strand von Blankenese waren interessante Zwischenstationen auf der Tour, zu denen es auch die eine oder andere Information gab. Der kurzerhand beschlossene steile  Aufstieg zum „Römischen Garten“ (ohne Räder) wurde versüßt durch köstliche Linzer Törtchen, gebacken und mitgebracht von Birgit Suppelna. Dieser Garten ist eine beeindruckende Anlage mit einem kleinen Amphitheater und kunstvoll geschnittenen Hecken. Nach der Rast war wieder genügend Energie da, sodass es weiter gehen konnte, am Blankeneser Strand entlang, vorbei am Teufel von Teufelsbrück (natürlich mit der dazugehörigen Geschichte) und schließlich durch den Jenischpark in den Stadtteil Ottensen, durch den Kiez von St. Pauli, um dann schlussendlich das Ziel, die St. Pauli Landungsbrücken, zu erreichen. Eine tolle Tour von etwa 25 km, die bei einem kühlen Getränk auf der Dachterrasse des „Blockbräu“ ein fröhliches und würdiges Ende fand! 

(Text: B. Schnackenberg; Bild: A. Kurmann)

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