2019

Gemeinsame Bundesfeier in Husum

Bundesfeier, zusammen mit dem Schweizer Verein Schleswig-Holstein in Husum 

Mit der gemeinsamen Bundesfeier der Schweizer Vereine Schleswig-Holstein und Hamburg sollte der Grundstein für vermehrte gemeinsame Aktivitäten gelegt werden. Die Wahl für die Feier fiel auf Husum und der Einladung folgten über 70 Schweizerinnen und Schweizer und Freunde der Schweiz – je ungefähr die Hälfte aus dem jeweiligen Bundesland. Die Hamburger reisten größtenteils bequem im Zug an und konnten auf einem kurzen Spaziergang vom Bahnhof Husum bis zur MS Nordertor (das älteste schwimmende Restaurantschiff Deutschlands mit Baujahr 1936) im Binnenhafen bereits einen kleinen Vorgeschmack auf die steife Brise bekommen. Ein reichhaltiges Frühstücksbüffet wartete bereits auf die hungrigen Gäste, die nach der kurzen Begrüßung durch die jungen Vereinsvorsitzenden Annemarie Tromp (Hamburg) und Martin Abächerli (Schleswig-Holstein) auch direkt zur Tat schritten. In gemütlicher Runde wurde erst mal der Hunger gestillt, bevor dann nach dem Verlesen der 1. Augustansprache für Auslandschweizer um 13 Uhr ein Stadtrundgang in drei Gruppen startete. 

Vom Binnenhafen ging es zuerst zum neuen Rathaus, welches vor knapp 30 Jahren auf dem Gelände der ehemaligen Slipanlage und Werft entstand und von einigen maritimen Exponaten umgeben ist, welche nahtlos zum gegenüberliegenden maritimen Museum überleiten. Nach einigen geschichtlichen Informationen zur Entstehung von Husum ging es weiter zum Marktplatz mit der Marienkirche, dann kurz zum Genießer-Hotel im alten Gymnasium und anschließend zum Schlossgelände. Der Schlosspark ist besonders im Frühling ein Publikumsmagnet, wenn die ganze Fläche zu einem violetten Teppich aus Krokussen wird. 

Durch malerische Altstadtgassen spazierte die Gruppe dann zum Theodor-Storm-Haus. Der studierte Jurist war auch Schriftsteller und ist mit Sicherheit einer der bekanntesten Söhne der Stadt. Sein Gedicht „Die Stadt“ hat er Husum gewidmet, wodurch diese Hafenstadt literarisch als die „Graue Stadt am Meer“ bekannt wurde. Wenn man heute durch Husum schlendert, wundert man sich über diesen Titel, denn es ist bunt und lebendig und voller Leben. In der Neustadt erinnert eine Eisenplastik mit drei Kühen aus Metall daran, dass in den engen Gassen im Mittelalter zu Viehmarktzeiten Herden von Kühen durch die Stadt zum Viehschauplatz getrieben wurden. Über 180.000 Stück Vieh wurden damals dort umgeschlagen. Gar nicht mehr vorstellbar!

Und schon war die Gruppe wieder am Binnenhafen und wurde auf der MS Nordertor mit Erdbeertorte und Kaffee erwartet. Gemütlich ging diese Bundesfeier zu Ende und die Teilnehmer machten sich im Auto oder per Zug in alle Richtungen auf den Heimweg.

Ein herzliches Dankeschön an die Organisatoren und wir freuen uns auf weitere gemeinsame Anlässe.

(Text+Bild: A. Kurmann)